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Seelisch-spirituelle Sterbebegleitung und - Vorbereitung

Die erlösende Dimension von Tod und Trauer

Die häufigen Katastrophen auf unserem Planeten konfrontieren uns mit der Tatsache der Vergänglichkeit von allem, was existiert, mit Tod, Schmerz, Trauer und Verlust.
Dieses massive Leiden in der Geschichte der Menschheit, das zum grössten Teil durch menschliche Unbewusstheit verursacht wird, durch die Ausbeutung der Natur, die Zerstörung des Klimas und der ökologische Balance auf dem ganzen Planeten, betrifft jetzt jeden von uns, weil sie sich auf jeden auswirkt.

Im Angesicht der kollektiven Trauer und der grossen Verluste an Menschenleben werden wir herausgefordert, uns der spirituellen Bedeutung unserer Vergänglichkeit zu stellen.

                            trauer

Denn es gibt auch eine erlösende Dimension des Todes, gang gleich ob der Tod im Alter kommt oder ob er anscheinend zu früh kommt, durch Unfall, Gewalt oder Naturkatastrophen.

Was ist diese erlösende Qualität des Todes?

Wenn der Tod so furchtbar wäre, wären wir alle in einem ständigen Zustand ständiger Depression, gäbe es keinen Sinn in allem, was wir tun, denn wir sind alle zum Tod verurteilt. Und er kann jeden Moment kommen, manchmal nach einem langen Leben, aber er kommt fast immer, wenn wir es überhaupt nicht erwarten. Wenn die Menschen nicht auf einer tieferen Ebene wüssten, das sie mehr sind als das, was sie glauben zu sein, wäre das menschliche Dasein furchtbar und bedutungslos.
Was macht es für einen Sinn, etwas zu tun, wenn wir sowieso sterben? Und Freude wäre unmöglich, denn du bist zum Tode verurteilt, wie kannst du dann noch Freude empfinden?

An der Oberfläche erscheint der Tod als furchtbares und sinnloses Phänomen. Einige tiefere Einblicke sind uns verfügbar durch die Menschen , die dem Tod begegnet sind, aber nicht gestorben sind. Sie sind aus einer Situation zurückgekommen, in der sie entweder dem Tod extrem nahe waren, oder sogar anscheinend schon gestorben waren, und für einige Momente in den Bereich des Todes eintraten und von einer Nahtoderfahrung zurückkamen.
     Eine grosse Mehrheit dieser Berichte erzählt von etwas Ungewöhnlichen: dass der Mensch in den letzten Momenten unmittelbar vor dem Tod eine innere Verwandlung erfahren hat. In den letzten Momenten, z.B. bei einem Unfall, erfuhren sie einen Zustand von grossem Frieden, Wachheit und Stille, und die völlige Abwesenheit von Angst. Ich habe viele dieser Berichte gelesen, und hatte durch meine Arbeit Begegnungen mit solchen Menschen, die sagen: Plötzlich verlor ich alle Angst, als der Tod unvermeidbar erschien, und da war tiefer Frieden.

Und alles schien ganz langsam zu geschehen. Gelegentlich begannen diese Menschen aus einem Zustand ohne Gedanken heraus zu handeln, auf eine Weise waren sie schon gestorben, weil ihre psychologische Identität mit ihrer Form sich kurzzeitig zurückgezogen hatte, und etwas stieg kurz vor ihrem Tod auf aus dem Bereich jenseits ihrer Form.

Das geschieht immer, wenn du über deine gewohnte mentale Identität hinausgehst: Da ist immer die Wirklichkeit von dem, wer du jenseits der Form bist, und diese Erkenntnis wird von tiefem Frieden und Gelassenheit begleitet, und einem tiefen Gefühl: „Alles ist in Ordnung“.
    Viele Menschen haben in ihren Nahtoderfahrungen erlebt, dass sie sahen, wie andere Menschen um den toten Körper herumsassen und weinten, weil sie dachten, dass derjenige tot ist, und sie fragten sich: warum weinen diese Leute?  Es ist völlig in Ordnung hier, alles ist friedlich und ruhig und so voller Leben.

Du brauchst diese Dinge nicht zu glauben, aber sei dir bewusst über all diese Berichte über eine Verwandlung im Bewusstsein und die plötzliche Veränderung zu innerem Frieden, jenseits aller mentalen Erklärungen; einem tiefen Frieden , der sagt: alles ist in Ordnung, einem tiefen Wissen darüber.
Dies ist ein Aspekt der erlösenden Qualität des Todes: etwas öffnet sich, wenn die Form sich auflöst.

Eine Öffnung geschieht, und das kann geschehen, wenn die psychologische Form des „Ich“ sich auflöst. Einige Menschen sind also gestorben, bevor sie wirklich starben. In solch einem Tod ist ein unbeschreiblicher Frieden und Lebendigkeit, und die Abwesenheit von Angst. Es ist das Wissen,dass Leben nicht das Gegenteil vom Tod ist, dass Leben ewig ist, und es direkt, ohne Worte zu wissen.

Tod in jeder Form hat diese erlösende Qualität, und eine kleine Form des Todes geschieht, wenn dich jemand verlässt, mit dem du dich sehr identifiziert hast, oder wenn du dein Heim verlierst, wenn du deine gesellschaftliche Position verlierst. Es gibt also kleine Formen des Todes, die mit der psychologischen Form des „Ich“ zu tun haben.
Tod in jeder Form ist die Möglichkeit, dich der Öffnung nicht zu wiedersetzen, die geschieht, wenn eine Form sich auflöst, egal ob es eine psychologische oder physische Form ist. Wir können sogar so weit gehen, zu sagen, das das Heiligste im menschlichen Leben der Tod ist.


Es geschieht, wenn die Form dem Formlosen Platz macht, wenn das formlose Eine Leben durchscheinen kann.
Das ist die erlösende Qualität des Todes.


In dieser Erkenntnis haben vielleicht viele Menschen, die in den Wellen gestorben sind, eine Erlösung erfahren. Tod geschieht überall jeden Tag und jede Sekunde auf diesem Planeten, es ist eine universelle Erfahrung.

Es ist also entweder ein psychologischer oder ein physischer Tod, ein Verlust, etwas wird dir, dem „ich “, weggenommen. Du stirbst etwas mehr. Selbst ein kleiner Verlust ist eine Öffnung, und wenn du unmittelbar dem Tod gegenüberstehst, ist es eine grosse Öffnung für das, was du jenseits der Form bist.
Die Angst vor dieser Formlosigkeit ist die Angst vor dem Unbekannten. Alle wirklichen spirituellen Praktiken sind das Bemühen, dieses Unbekannte zu erforschen und so die Angst davor in die Ekstase zu verwandeln, die wir erfahren, wenn wir das Formlose, das Ewige , in uns erkennen als unser wahres Selbst. Dann sind wir frei von Angst und unsere ganze Lebensenergie verwandelt sich in grenzenlose Liebe, Mitgefühl und All-Eins- Sein.

Wir leben unser Leben also entweder in Angst oder in Liebe.
Wenn du bereit bist, kann dich sogar eine kleine Öffnung transformieren.

Es gibt noch einen anderen Aspekt der erlösenden Qualität des Todes, und die geschieht in Menschen, die jemandem nahe sind, der den Tod , das Loslassen der Form , durchlebt.

Die ganze Welt war den Menschen nahe, die in dieser Katastrophe gestorben sind oder alles verloren haben. Wenn dir also jemand nahe war, der dort einen gewaltsamen Tod erfahren hat, was ist dann die erlösende Qualität , die auch diejenigen berührt, die durch den Tod indirekt oder auch sehr tief berührt wurden?

Du beobachtest, wie sich diese Formen auflösen, so wie sich alle Formen früher oder später auflösen müssen. Da ist nichts wirklich Tragisches in der Tatsache, dass sich eine Lebensform auflöst. Das einzig Tragische ist vielleicht die Tatsache, dass sie sich zu früh aufgelöst hat. Zumindest erscheint es uns so. „Sie sollte sich nicht auf diese Weise aufgelöst haben, denn alle diese Lebensformen waren nicht vollständig. Sie hätten länger leben sollen.“

Das ist vielleicht unsere gedankliche Interpretation, und doch ist es geschehen, und es geschieht immer wieder, jeden Tag, in kleinerem Ausmass. Menschen sterben anscheinend einen vorzeitigen Tod, andere sterben in hohem Alter.

Aber wann immer du dem Tod nahe bist , und das beobachtest, und du in der Lage bist, dich entweder der Tatsache des Todes völlig hinzugeben, oder dich den Gefühlen völlig hinzugeben, die du darüber hast, die vielleicht tief traurig sind, sehr aufwühlend und überwältigend, und du Ihnen erlaubst, so zu sein, erfährst du darin eine Öffnung für das formlose wahre Selbst, deine Essenz, für „das,was niemals stirbt“.

Der Sohn einer Frau , mit der ich in telefonischem Kontakt war, starb im Alter von 30 Jahren, sein Leben hatte kaum begonnen. Und als sie bei ihm saß im Moment des Todes, war sie durch Gnade in der Lage, völlig präsent zu sein, und seinen Tod zu akzeptieren. Es gab keine Gedanken in jenen Momenten, und sie fühlte eine grosse Heiligkeit in dieser Situation, er starb friedlich, und der Raum war erfüllt von Frieden und etwas Heiligem. Und sie erkannte in diesem Moment, dass dieser Tod keine Tragödie war. Sie verblieb für 10 zeitlose Minuten in diesem Zustand. Erst danach begann sie zu weinen und fast hysterisch zu werden, wie sie mir erzählte.

Sie erkannte, dass einen Moment gibt, wenn die Form sich auflöst, und besonders wenn die Form sich nicht wehrt, und du der Auflösung nicht widerstehst, dann ist der Tod wie eine Blume, die sich öffnet.

Manche Menschen, die jeden Widerstand im Angesicht des Todes aufgeben, sterben tatsächlich bevor sie sterben, und eine Verwandlung geschieht in ihrem Anlitz, es ist beinah wie ein Licht, das in ihnen aufleuchtet, aber das geschieht natürlich nicht mit allen.

Wir wissen nicht, wie viele von denen, die in dem Unglück gestorben sind, in ihren letzten Momenten eine Auflösung ihrer Formidentität erfahren haben, und ein grosses Einströmen von Frieden.

Wir wollen also bewusst darüber sein, dass der Tod nicht die grösste Tragödie ist, und er früher oder später auch zu uns kommt.

Der Tod ist in Wirklichkeit der Höhepunkt unseres Lebens
, aber das ist für uns jetzt vielleicht noch schwer zu akzeptieren aufgrund unserer Überzeugungen und Interpretationen , weil wir bisher den Tod nur von aussen gesehen haben, aus der Perspektive unserer sterblichen Form und unserer mentalen Persönlichkeit.

Übe Hingabe.
Sei ganz mit deinen Gefühlen, und wenn du die erlösende Dimension des Todes erkennst, wird dir Hingabe leichter fallen. Gib dich dem hin, was du fühlst, ohne mentalen Widerstand. Vielleicht gibt es immer noch Unruhe im Körper , und darin stirbst du selbst auch ein wenig. Wenn jemand dem Tod nahe ist, oder wenn ein Massensterben geschieht, nimmst du auf eine Weise an diesem Tod teil. Und deshalb wirst du niemals wieder derselbe sein.

Wenn du etwas Zeit in der Umgebung eines Sterbenden verbringst, und wirklich gegenwärtig bist, wirst du nicht mehr der gleiche sein. Wenn du wirklich an dem Tod Anteil genommen hast, wirst auch du in gewisser Weise transformiert sein, du bist selbst ein wenig darin gestorben.

Durch den Schmerz geschieht eine Veränderung im kollektiven Bewusstsein, durch das Leiden geschieht Transformation. Und das Wunderbare am Tod ist, dass er heilig ist. Die westliche Welt hat das völlig vergessen. Ältere Kulturen wissen noch darum, und sie begegnen dem Tod mit grossem Respekt. Sie flüstern in der Nähe eines Sterbenden, sie gehen an dem toten Körper entlang und verabschieden sich, sie nehmen ihre Hüte ab. Plötzlich ist da etwas Heiliges. Instinktiv wissen Menschen das auch , leider hat das westliche Denken dies völlig vergessen, gefangen im Kopf und den Gedanken einer künstlich erzeugten Idee des Selbst.

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