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Fragen und Antworten über Leben, Sterben,
und spirituelles Wachstum


F: Was mich besonders angesprochen hat war deine Antwort auf die Frage zu der getöteten 27-jährigen Tochter.Ich kann das alles gut nachvollziehen, die spirituelle, feinstoffliche Verbundenheit mit der Tochter zu suchen.Ich selbst habe meine Tochter im Jahr 1992 an die geistige Welt abgeben müssen.Aber ich muß sagen, im Moment ist eine Art "Rückfall" in die Trauer da, obwohl ich dachte, ich wäre mit ihrem körperlichen Tod "im reinen"......
Es ist einfach so, daß sie mir körperlich so sehr fehlt--was würde ich geben, wenn ich sie noch einmal in meine Arme schliessen könnte....
Seit etwa 10 Jahren arbeite ich spirituell mit Hilfe von Lehrern an mir, und jetzt dies....
Hast du einen Ratschlag, eine Möglichkeit für mich, daß ich sie nicht immer wieder auf der körperlichen Ebene so vermisse? (sie starb im Alter von 10 Jahren)?

A: Der Verlust eines Kindes wird immer besonders schwer zu integrieren sein, weil die Qualität der Liebe zu einem Kind noch andere Elemente ich sich hat, die wir in der Liebe zu einem Partner nicht finden werden.
Natürlich kann ich aus der Distanz nicht wirklich tief auf deine Frage antworten, dazu müssten wir uns persönlich begegnen.

Etwas kann ich aber sagen: solange wir nicht in innersten Bewusstsein und tiefster Konsequenz erkannt haben, dass das Formlose eines Menschen nicht stirbt, und in das Eine eingeht, in dem auch wir als formloses Bewusstsein existieren, werden wir in bestimmten Momenten Trauer oder Angst verspüren, wenn die Bewusstheit unserer Vergänglichkeit ganz real sich in uns öffnet. Für das mentale "ich" ist und bleibt der Tod immer ein Versagen, und auch der Verlust von geliebten Wesen berührt diese tiefe Wahrheit manchmal, vor allem, wenn wir durch spirituelle Suche immer sensibler und auch mutiger werden, der Wahrheit ins Auge zu sehen.

Ich würde vorschlagen , dich von diesem Rückschlag sehr tief berühren zu lassen, auch das völlig anzunehmen als ein weiterer Schritt zur Dringlichkeit der Erkenntnis deines wahren formlosen Selbst. Alles ist ein Geschenk des Göttlichen, auch diese neue Tiefe.
Lass jeden Widerstand gegen das sterben, was ist. Jegliche Konzepte, was richtig und falsch ist. Ein neuer Test , ob du zur Auflösung des mentalen Ego durch die völlige Hingabe an das Ganze, Göttliche, das Unbekannte, bereit bist, oder ob da noch etwas , eine harte Kante des Ego, abgeschliffen werden muss.

Es könnte sein, dass du spürst, dass da noch etwas in deinem Leben fehlt, dass du unbedingt erleben möchtest, bevor du selbst stirbst: tiefe bedingungslose Liebe. Diese Sehnsucht wird mit zunehmender Reife immer stärker.
Deshalb vermisst du (vielleicht) die körperliche Nähe deiner Tochter. Aber das kann man nur in der Tiefe seines eigenen Bewusstseins mit dem Mut zur völligen Wahrheit erforschen, vielleicht mit Hilfe (d)eines Lehrers. Was ist unvollständig geblieben mit Ihr? Kannst du das ausdrücken , aufschreiben, ohne Ausflüchte ins Bewusstsein kommen lassen, jetzt nach vielen Jahren?
Wie Osho sagt: wenn jemand stirbt, fliesst das, was er anderen gegeben hat, zum Zentrum zurück. Da bleibt eine Leere.

Welche Form diese Liebe annehmen kann, kannst nur Du erforschen . Die Hingabe an einen Meister, einen Menschen, den Dienst an leidenden Menschen,... notwendig ist die Totalität deiner Erforschung dessen, was deine unsterbliche formlose Essenz ist.
Lass die Trauer das restliche Ego, alle Konzepte und alles Getrenntsein zerstören. Sei völlig schutzlos vor dem Göttlichen und in Hingabe an das Unbekannte dieses vorübergehenden Daseins als Form. Nur das Bewusstsein des Göttlichen Seins in Dir wird die Trauer heilen. Gib die Liebe , die du für deine Tochter empfindest, in irgendeiner Form weiter an Menschen. Es gibt soviel Lieden in dieser verrückten kranken Welt....

Aber das Wesentliche ist: nutze diese neue Tiefe für noch ehrlichere und eindringliche Erforschung dessen, was du wirklich bist. Nur diese Realisation wird dich, und letztendlich gilt das für jeden, von den Schrecken des Todes und der Vergänglichkeit von allem, was wir glauben zu haben oder zu sein, befreien. Dieses Leben ist die Gelegenheit, alles zu geben für diese Erkenntnis. Wir können es Erleuchtung nennen, oder Befreiung.

Bewusstseins- Rituale zum tiefen Loslassen könnten helfen, es kommt darauf an, was du schon getan hast.
Versuche, den tieferen Sinn in ihrem (vorzeitigen) Gehen erkennen, im Kontext ihrer Evolution.

Osho´s Buch : "Über Leben und Sterben" könnte dir zu weiteren Einsichten verhelfen.
Meine CDs 2018, Transformation im Leben und Sterben, kann ich Dir aufrichtig empfehlen.
Ebenfalls die Graceful Passages- CD.
Regelmässige Nadabrahma-Meditation und vor allem stille Meditation ist sehr heilend für den emotionalen Körper.

Ich halte sehr viel von der spirituellen Qualität der essentiellen Astrologie meiner Partnerin, Sukhi.
Sie kann sehr wichtige Erkenntnisse über den Weg der Seele vermitteln, auch in Beziehungen zu anderen und natürlich über die eigene Evolution und wichtige Themen eines Lebens.

Vielleicht können diese Worte ein weiteres Erforschen in dir auslösen. Aber das Lebe, und der Tod, bleiben immer ein Mysterium.
Wir leben und sterben in diesem Mysterium. Lass dich von dem Tod aufwecken in ein tiefes Erkennen dessen, was niemals stirbt.
Das ist der universelle wirkliche Sinn unseres Lebens.
Wenn du auf dieser Reise zur Wahrheit bereits bist, und dich wirklich von der Gnade geführt fühlst, bleibt nur noch, Geduld zu haben und Hingabe zu üben.

Ich wünsche Dir Frieden und Mut zur weiteren Erforschung.

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