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Nahtoderfahrungen
Existiert das Bewusstsein außerhalb des Gehirns?

Pam Reynolds, eine junge amerikanische Lehrerin, hatte ein Aneurysma in ihrem Gehirn. Das große Blutgerinsel lag so tief, dass man mit herkömmlichen chirurgischen Methoden nicht an es herankommen konnte. In höchster Lebensgefahr entschloss sie sich, einem Chirurgenteam zu vertrauen, das Pionierarbeit auf dem Gebiet eines waghalsigen chirurgischen Verfahrens geleistet hatte, dem so genannten „hypothermischen Herzstillstand". Bei einem solchen Eingriff wird die Körpertemperatur auf 15,5 Grad Celsius gesenkt. Herzschlag und Atmung kommen zum Stillstand. Das Blut fließt aus dem Kopf ab, die Gehirnwellen sinken auf einen Nullzustand. Mit anderen Worten: Der Patient wird praktisch in einen tod-ähnlichen Zustand versetzt, bevor der Eingriff beginnt.
Körper verlassen und zuschauen

Als der operierende Arzt mit einer feinen Stabsäge Pam Reynolds Schädeldecke durchbohrte, ahnte er nicht, dass er dabei beobachtet wurde: Die Patientin hatte nämlich - was erst nach der Operation herauskam - ihren Körper verlassen und sich als ein gestaltloses Etwas auf der Schulter des Chirurgen niedergelassen. Von dort aus schaute sie ihm bei seiner Arbeit zu. Verrückt? Esoterischer Quatsch? So sieht es aus. Aber wir erfuhren von der Sache durch ein „BBC-Special", eine jener berühmten Fernsehdokumentationen des britischen öffentlichen Rundfunks, die wegen ihrer sorgfältigen Recherchen weltweit hohes Ansehen genießen.

Als die Operation erfolgreich beendet und die Patientin sozusagen ins Leben zurückgeholt worden war, erzählte Pam Reynolds ihrem Chirurgen, dass sie während der Operation „mit einem Pop" ihren Körper verlassen habe und zunächst über dem Operationstisch geschwebt sei. Dann habe sie sich auf seiner Schulter niedergelassen und von dort aus der Operation zugeschaut. Bis dahin konnte man Pam Reynolds Erzählung als Spinnerei abtun. Aber dann berichtete sie, dass der Arzt „mit einer Säge, die wie eine elektrische Zahnbürste aussah" ihre Schädeldecke geöffnet habe. Tatsächlich sah die Knochensäge genau wie eine elektrische Zahnbürste aus! Das war noch nicht alles: Pam schilderte den Operationsverlauf in vielen Einzelheiten. Während die Monitore, die an ihren Körper angeschlossen waren, die totale Leblosigkeit ihres Organismus anzeigten, hörte sie, was die Ärzte und Schwestern während der Operation sagten. Und sie konnte diese Dialoge später wörtlich wiedergeben!

In der BBC-Sendung wirkte Pam Reynolds überhaupt nicht wie eine Spinnerin. Es fiel ihr allerdings nicht leicht, das Ungreifbare ihrer Erfahrung in Worte zu fassen. Sie hatte sich in einer Dimension bewegt, die unser Vorstellungsvermögen - und damit auch unser begriffliches Denken - überfordert. Irgendwann, so erzählte sie, habe sie den Operationssaal verlassen.



Eine Reise durch den Tunnel
Pam: „Da war plötzlich ein Sog, der mich erfasste. Ich folgte ihm freiwillig. Es war so, als ob ich in einem Aufzug mit großer Geschwindigkeit nach oben getragen wurde. Aber das Gefühl war nicht körperlich. Es ist so schwer zu erklären. Ich fühlte mich wie in einem Tunnel, aber es war kein richtiger Tunnel ... Am Ausgang des Tunnels war dieser kleine Lichtpunkt, der immer größer und größer wurde. Das Licht war unglaublich hell, wie das Zentrum einer elektrischen Glühbirne ... Dann wurde mir bewusst, dass meine verstorbene Großmutter mich rief'. Aber ich hörte sie nicht mit meinen Ohren. Es war ein viel klareres Hören als das Hören mit meinen Ohren. Und ich vertraue ihm mehr als meinem physischen Gehör. Ich hatte das Gefühl, dass meine Großmutter wollte, dass ich zu ihr komme. Und so bewegte ich mich weiter durch den Tunnel oder die Röhre und hatte keine Angst ..."
Was Pam über ihre Reise durch den „Tunnel" erzählte, stimmt mit den Aussagen vieler Menschen überein, die von ihrer Erfahrung mit dem Tod berichten. Auf Englisch spricht man von „Near Death Experience" (NDE), ein Phänomen, das Esoteriker in schrille Begeisterung versetzt, Theologen
zu tiefschürfenden Spekulationen anregt, einige Wissenschaftler zu der Behauptung verführt, dass es ein Leben nach dem Tode gibt, und andere Wissenschaftler zu empörten Gegendarstellungen veranlasst.
Gibt es ein Leben nach dem Tod? Die Frage ist so alt wie die Menschheit. Denn die meisten Menschen haben Angst vor dem Tod. Sie möchten sich gerne vorstellen, dass es nach dem Tod irgendwie weitergeht. Die Kirchen aller Glaubensrichtungen schlagen daraus Kapital. So behauptet zum Beispiel der katholische Klerus, dass nur die Strenggläubigen auf ein Weiterleben im Paradies holen dürfen.

Ein wenig besser sind die Hindu-Priester dran. Sie behaupten ja ohnehin, dass es nach dem Tod munter weitergeht - nämlich schnurstracks in die nächste Inkarnation. Der gewöhnliche Sterbliche wird so lange wiedergeboren, bis er durch emsige Arbeit an sich selbst das höchste Bewusstsein und damit den Einklang mit der Existenz erreicht hat. Danach ist Schluss mit der Rackerei im irdischen Jammertal. Das Bewusstsein des Erleuchteten geht im kosmischen Bewusstsein auf.
Die Antwort auf die Frage, wie man sich das vorstellen muss, bleiben allerdings auch die Hindus schuldig. Bewahre ich meine Identität als Bestandteil des kosmischen Bewusstseins? Gibt es mich noch nach dem Tod? Niemand weiß es, denn bisher ist noch niemand aus dem Paradies auf die Erde zurückgekehrt. Auch die NDE'ler sind ja nur bis zum Tunnelende gekommen. Da gab es viel Licht und Liebe, sagen sie übereinstimmend, und viele haben angeblich ihre Lieben wiedergetroffen, die schon lange tot sind. Aber die Zeit war knapp. Bevor sie sich im Himmelreich einrichten konnten, sind sie in umgekehrter Richtung durch den Tunnel ins Diesseits zurückgekehrt.

So bleibt die Frage umstritten, ob es ein Leben nach dem Tod gibt. Auch Osho wollte sich hier nicht festlegen. Wahrscheinlich hatte er gute Gründe dafür. Denn wie immer man die Frage auch beantwortet - die Ungewissheit bleibt. Und je mehr man sich mit dem Leben nach dem Tod beschäftigt, desto größer die Versuchung, aus dem Hier und Jetzt in das Reich der Tagträume zu entschweben. Das eigentlich Sensationelle an Pams Aussage ist ja auch gar nicht, was sie über ihre Operation, ihre Reise ans andere Ufer und die Begegnung mit ihrer toten Großmutter erzählte. Das haben schon viele andere vor ihr berichtet. Die meisten waren Unfallopfer, die zum Beispiel über den Trümmern ihres Autos schwebten und zusahen, wie ihr lebloser Körper von Sanitätern versorgt und in den Krankentransporter gehievt wurde. Oder es waren Schlaganfall- und Herzinfarktopfer, die sich daran erinnerten, wie sie aus ihrem Körper ausgetreten und schließlich wieder in ihn zurückgekehrt sind. Ihre Glückserfahrungcn haben kritische Wissenschaftler mit einer erhöhten Endorphin-Ausschüttung unter Sauerstoffmangel erklärt. Physisch bedingte Fantasterei also.

Der innere Beobachter
Pam Reynolds Fall ist deshalb so aufregend, weil sich ihre NDE unter klinischen Bedingungen und ärztlicher Kontrolle ereignet hat. Es waren die Ärzte, die ihren klinischen Tod herbeiführten. Ihr Gehirn wurde unter ärztlicher Kontrolle außer Betrieb gesetzt. Es kann also kein Zweifel daran bestehen, dass ihr Körper und ihr Geist außer Funktion gesetzt worden sind. Trotzdem hat sie Eindrücke aufgenommen und diese nach ihrer Rückkehr ins Leben auch formuliert. Zum ersten Mal wurde hier bewiesen, was die Weisen aller Zeiten und Traditionen schon immer gesagt haben: Unser Bewusstsein ist ein eigenständiges Phänomen, das außerhalb des Gehirns funktioniert. Das ist die eigentliche Sensation des Falles Pam Reynold.
Wissenschaftlich lässt sich das bisher nicht erklären. Die meisten Neurologen und Neurobiologen gehen davon aus, dass das Bewusstsein ein Bestandteil des Gehirns ist und dass folglich bei Gehirn-Stillstand keine Sinneseindrücke möglich sind. Materielle Erscheinungen brauchen nach ihrer Vorstellung das Gehirn, um sich als Sinneseindrücke zu manifestieren, so wie Radiowellen den Fernseher als Medium brauchen, um die Form von Tönen und Bildern anzunehmen.

Die Weisen sind ganz anderer Meinung.
Für sie ist das Bewusstsein vom Körper und vom Geist unabhängig. Sie sprechen von dem „Inneren Beobachter", der Körper, Gedanken und Gefühle beobachtet. Der Innere Beobachter, so sagen sie, ist in der Dimension der Ewigkeit zu Hause. Er existiert schon, bevor du geboren wirst, und er lebt weiter, wenn du deinen Körper verlässt. Der Innere Beobachter, also das Bewusstsein, ist dein wahres, zeitloses Sein. Für die Weisen ist es also ganz plausibel, wenn Menschen, die klinisch tot gewesen sind, davon sprechen, dass sie ihren toten Körper beobachtet haben. Der Mensch ist ja nicht sein Körper, sagen die Weisen. Das eigentliche Sein des Menschen ist sein Bewusstsein.

Vom Tier zum Gott


Solange die Neurobiologen das Bewusstsein im Gehirn suchen, werden sie nicht fündig werden. Irgendwann, vielleicht schon in naher Zukunft, werden sie aus dem Fall Pam Reynolds die Lehre ziehen und das Bewusstsein jenseits der materiellen Erscheinungen suchen. Auf diesem Wege werden sie den Weisen begegnen. Wie schon in der Atomphysik, werden sich auch in der Gehirnforschung Wissenschaft und Mystik begegnen. Das ist ein wichtiger Schritt, denn vielen Menschen fällt es leichter, die Botschaften der Weisen anzunehmen, wenn die Wissenschaft sozusagen ihr Okay dazu gibt. Schließlich werden auch die Skeptiker die Bedeutung des Bewusstseins für die menschliche Entwicklung erkennen.
Der Fokus des bewussten Menschen ist nicht auf seinen Körper gerichtet, sondern auf sein Bewusstsein, das er ständig schärft und entwickelt. Nicht das Gehirn bringt den Menschen auf seinem Weg vom Tier zum Gott weiter, sondern ein waches Bewusstsein, das die lebhafte Aktivität des Gehirns ständig beherrscht.

Empfohlene Lektüre: Light and Death von Dr. Michael Sabom, Leiter der Austin NDE Langzeitstudie. Auf deutsch: Erinnerungen an den Tod.

 

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