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Seelisch-spirituelle Sterbebegleitung und -Vorbereitung

Die Erfahrung von Gnade im Sterbeprozess

     




      


Die Transformation des Sterbeprozesses mit Rezeptivität zu beobachten, daran teilzunehmen, wie ein Mitmensch tiefe Gnade erfährt, ist unvergesslich und unbeschreiblich.

Mutig, aufrichtig und ehrfürchtig öffnen wir uns für neue Ebenen des Seins. Diese Qualitäten lassen die Entstehung neuer Ebenen von Verstehen und Ausdruck zu, in jedem von uns als Individuum und in der Kultur, die wir kollektiv erschaffen. Wenn wir uns an dieser Stelle der Evolution selbst anschauen, sehen wir die Gelegenheit, in ein tieferes Begreifen der Natur der Wirklichkeit einzutreten. Wir sehen die Gelegenheit, um jetzt damit anzufangen, unsere Vorstellungen über das Leben - und unsere Erfahrung darin - auszudehnen. Das Leben selbst ruft uns. Das Leben selbst möchte uns die wertvolle, unendliche, endlose und immer gegenwärtige Natur des Bewusstseins enthüllen. Das Leben heißt die angstvolle Kontraktion, die wir unser Selbst nennen, willkommen, sich zu entspannen.

Die meisten von uns, die dies lesen, werden innerhalb von 50 Jahren bei einem Sterben gegenwärtig sein – und sie werden selbst tot sein .Wir werden die Erfahrung des Sterbens von innen her machen, während unser Bewusstsein sich von diesem Körper, in dem wir gegenwärtig leben, löst, während wir wieder mit dem Urgrund des Seins verschmelzen, aus dem wir einst hierher gekommen sind. Wir werden in uns selbst erkennen, dass die Tragödie nicht das Sterben ist, sondern vom Leben abgeschnitten zu sein.

Ich habe sagen gehört, dass unsere Kultur nicht so sehr unter den Kräften der Dunkelheit leidet, sondern unter der Macht der Oberflächlichkeit.

Wir werden in dem Moment Gnade erfahren, in dem wir Leben jenseits unserer verkrampften Selbstdefinition erfahren, in dem Moment, in dem wir die Scheuklappen abnehmen und in dem erstrahlen, was sich jenseits des „Ich“ befindet.

Ein buddhistischer Philosoph sagt es so: Dies ist in Wirklichkeit die Aufgabe der Qualität von Gnade: nämlich die Rückkehr des Menschen zum Zentrum zu ermöglichen . Es ist genau die Anziehungskraft des Zentrums selbst, die uns auf verschiedenste Weise enthüllt wird, die den Anreiz und die Energie liefert, sich auf den Weg zu machen, den vielfältigen Hindernissen gegenüberzutreten und sie zu überwinden. Und ebenso ist Gnade die willkommene hilfreiche Hand, wenn der Mensch sich endlich an der Grenzlinie befindet, wo alle bekannten menschlichen Markierungen verschwunden sind.

Gnade ist der gemeinsame Faden, der Sterben, meditative Praktiken und spirituelles Wachstum verbindet.

Gnade ist die Grundlage ihrer essentiellen Einheit. Die essentielle Einheit von Sterben, von Meditationspraktiken und spirituellem Wachstum wird immer offensichtlicher. Die Transformation im Bewusstsein, die in diesem Buch beschrieben wird, wird in uns geschehen, durch ein Echo in unserem gegenwärtigen Denken, sie wird unser Wesen erfüllen, und sich in der Kultur widerspiegeln, die wir täglich erschaffen. Dies hat große Implikationen für jeden von uns. Es lässt uns einen näheren Blick auf die Natur des Todes werfen, und wie wir künftig uns selbst und einander an der Schwelle des Lebens begegnen wollen - und es lässt uns einen näheren Blick auf die Natur des Lebens werfen, wie wir künftig uns selbst und anderen mitten im Leben begegnen wollen.

Wir beginnen, unser Geburtsrecht in Anspruch zu nehmen und unser Sterberecht. Wir beginnen damit, Dimensionen als unsere eigenen zu beanspruchen, die mit der Tiefe des Göttlichen erfüllt und mit dem Leben verbunden sind.

Möge es unsere Hinterlassenschaft an zukünftige Generationen sein, damit zu beginnen, die Schleier zu lüften und in zunehmender Klarheit das Licht zu enthüllen, das unsere wahre Natur ist.

 

Mögen wir jeden Moment in tieferer Bewusstheit der niemals endenden liebevollen Muster von Entstehen und Vergehen leben, des ewigen Ein- und Ausatmens des Lebens.

Mögen wir es so aussprechen, dass alle es hören können: dass dieses Leben ein Geschenk ist - und dass wir es jetzt, genau in diesem Moment, in unseren Händen halten.

Mögen wir intensiv die meditativen Praktiken anwenden, die unser tieferes und umfassenderes Bewusstsein inmitten unseres Lebens nähren werden, anstatt nur am Rande, und die uns erlauben, den Menschen Liebe und Hoffnung zu geben, die in Angst und Leiden gerade nur überleben können.

Mögen wir, indem wir unser Verstehen über den Tod vertiefen, unser Leben hier und jetzt in unseren Ausdruck von Gnade, und in noch umfassendere Dimensionen von Mitgefühl und Weisheit transformieren.

 

- Veetman-

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