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Die Macht der Vergebung

Jeder hat die süße Befreiung des Vergebens erfahren, und auch die harte Kälte des Nicht-Verzeihens. Du kennst den Unterschied, und du kennst die Investition in die Geschichte, die den Mangel an Vergebenkönnen aufrechterhält. Du kennst auch die Erleichterung, wenn du wirklich verzeihen kannst und die Last loslässt.


Unsere Eltern waren nicht perfekt. Sie taten bewusst oder unbewusst Dinge, die uns schadeten, so wie unsere Großeltern Dinge taten, die unseren Eltern schadeten. Unsere Liebhaber, unsere Kinder, unsere Regierungen und unsere miteinander streitenden Stämme haben uns geschadet. Jetzt ist die Zeit, zu vergeben.

Furchtbare Dinge werden ständig überall auf dem Planeten getan, in unserem individuellen Denken und im kollektiven Denken. Diese Schrecken zu vergeben heißt nicht unbedingt zu vergessen. Du kannst vergeben und loslassen ohne zu vergessen. Großes Lernen und tiefe Demut geschehen, wenn du bereit bist, die Geschichte der Menschheit in all ihrem Schrecken zu sehen. Und doch kannst du auch erkennen, wie viel Anstrengung es braucht, an der Geschichte festzuhalten. Du kannst sehen, dass all die Anstrengung und Aufmerksamkeit, die in das Festhalten gesteckt werden, in Wirklichkeit eine Meditation des Nicht-Vergebens sind. Die Geschichten ereignen sich immer wieder, mit einer Besessenheit darüber, was hätte getan werden sollen, oder was wieder getan werden könnte. Die Geschichte ständig zu wiederholen zapft Dir Energie ab. Es ist erschöpfend.

Ich erkenne die Notwendigkeit an, den Schrecken zu erinnern und zu bezeugen, der vielen Wesen angetan wurde und noch immer angetan wird. Aber gewöhnlich fügen wir der Erinnerung mehr Hass, Leiden und Elend hinzu, was dann noch mehr Hass, Leiden und Elend erzeugt.

Nach dem Krieg in Jugoslawien 1999 sah ich in den Nachrichten einen privaten Videofilm, der von einem Mann gefilmt wurde, der sagte, dass er den Video machte, so dass seine Kinder sehen könnten, was Ihnen angetan wurde, so dass sie niemals vergessen oder vergeben könnten. Die schrecklichen Dinge, die zu der Zeit geschahen, waren selbst Vergeltung dafür, was eine Gruppe von Menschen der anderen angetan hatte.

Die Sinnlosigkeit und die Verschwendung in dieser Art der Stammeskriegsführung gehen auch in unseren eigenen Gedanken vor sich: “Ich werde nicht das loslassen, was sie mir angetan haben, weil es falsch war”.
Ja, Fehler sind gemacht worden und werden immer noch gemacht. Es ist nicht nötig, die Fehler zu beschönigen oder zu vergessen, die dir sowohl angetan wurden als auch die, die du gemacht hast, aber du kannst das Leiden darüber loslassen. “Vergib Ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun” ist die Wahrheit.

Jeder Krieg, der wegen etwas geschieht, was gestern geschah, ist das Ergebnis von Ignoranz, des Festhaltens an einer Idee der Rache.
Es ist sehr verführerisch, an diesen Einstellungen festzuhalten, denn da ist ein gewisses Vergnügen darin, und dieses Vergnügen muss erkannt werden. Es ist das Vergnügen der egoistischen Selbstgerechtigkeit.

Wenn du nicht bereit bist zu vergeben, und du festhältst an einer Geschichte deines Leidens, und wer es dir angetan hat, verfluchst du sie, ob bewusst oder unbewusst. Du musst bereit sein, das Karma mit dir selbst zu beenden, bereit sein zu sagen: “Nein, diesmal geht es nicht so weiter”. Dies ist die Bereitschaft, in Frieden zu sein. Die Bereitschaft zu vergeben ist ein natürliches Ergebnis der Bereitschaft, frei zu sein, und gibt dir die Klarheit, die Versuchung zu erkennen, weiter festzuhalten.

Und letztendlich bedeutet die Bereitschaft, dieser ganzen Erfahrung der Menschheit mit all ihren Funktionen, Aggressionen und Wünschen zu vergeben, das zu erkennen, was von all dem unberührt ist, was rein bleibt, unschuldig und frei selbst in den schrecklichsten Geschichten.

In unserem Verlangen, an der Rache festzuhalten, halten wir uns in Wirklichkeit fern von der Erfahrung der Freiheit. Wie mit allem anderen halten wir mit unserem Wunsch, an etwas festzuhalten, auch etwas anderes fern. In dem Wunsch, etwas zu geben, empfangen wir in Wirklichkeit.


Du kannst in dir selbst hinterfragen: “Was bin ich nicht bereit zu verzeihen?”
Während du das machst, findest du eine neue Gelegenheit, das ins Bewusstsein zu bringen, was nicht bewusst gesehen wird, was dein Denken noch immer in Gefangenschaft hält.

Hier ist keine Anstrengung nötig, nur die Bereitschaft, völlig ehrlich zu sein.

Wenn du ehrlich das gesehen hast, was du nicht zu verzeihen bereit bist, findest du es vielleicht auch hilfreich , dich selbst zu fragen: “ Was bin ich bereit zu verzeihen?”.

Erkenne Vergebung und koste es für einen Moment aus. Es ist wichtig, nichts zu forcieren, es einfach alles in das Herz des Bewusstseins kommen zu lassen.

Kannst du vergeben?
Kannst du Vergebung akzeptieren?

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