home   das institut    heilung & bewusstsein    programm     transformation     cd-programm      meditation      kontakt



Palliativmedizin   

Die Schmerzen des Übergangs

Definition der WHO über Palliativmedizin:

"Palliativmedizin ist die aktive, ganzheitliche Behandlung von Patienten mit begrenzter Lebenserwartung zu einer Zeit, in der die Erkrankung nicht mehr auf eine heilende Therapie anspricht. Die Behandlung von Schmerzen und anderen Beschwerden sowie die Sorge um psychische, soziale und spirituelle Probleme haben hier höchste Priorität".

Kann die Palliativmedizin dem Sterbenden die Angst vor einem qualvollen Tod nehmen?
Das Ziel der Palliativmedizin ist es, die Beschwerden der Menschen zu bessern. Es geht nicht mehr um Heilung, sondern das Bemühen konzentriert sich auf die Kontrolle der Symptome.
Bei nicht heilbaren Krankheiten treten oft starke Beschwerden auf, die behandelt werden müssen. Die Symptome zu lindern und die Lebensqualität der verbleibenden Zeit zu mindern ist die Aufgabe der Palliativmedizin.
Natürlich gibt es keine medizinische Garantie für ein schmerzfreies Sterben, aber der Schmerz ist heute mit einer Vielzahl von Medikamenten und Therapiemaßnahmen gut behandelbar.

Oft ist zur Schmerzminderung mehr als ein Medikament erforderlich, nicht nur Morphine. Damit die Nebenwirkungen der schmerzmindernden Medikamente nicht zu stark werden, braucht es eine Spezialwissen, das über die grundlegenden medizinischen Kenntnisse hinausgeht. Deshalb sollte man rechtzeitig einen Spezialisten zu Rate ziehen.

Der Schmerz gehört natürlich auch zum Prozess des Loslassens dazu, genau wie bei der Geburt die Schmerzen dazugehören, so ist auch der körperliche und seelische Schmerz im Übergang des Sterbens ein natürlicher Teil des Prozesses. Ziel einer mitfühlenden Schmerzmedizin ist die Schmerzreduktion ohne grössere Bewusstseinstrübung.
Ausserdem sollte berücksichtigt werden, in welchen Bereichen der Patient noch Unterstützung braucht- psychisch, sozial und spirituell.
Im Sterben kommen die Grundfragen des Lebens noch einmal deutlich ins Bewusstsein des Menschen, die ungelösten Konflikte und verdrängten Ängste, Schmerzen und Erfahrungen.


Spirituelle Sterbebegleitung hilft dem Menschen auf dem "Weg der Rückkehr", diese Konflikte weitgehend zu heilen, die Kostbarkeit der noch verbleibenden Momente zu erkennen, und vor allem die wesentliche Frage zu beantworten, die auf das wirkliche Geschehen in der Seele des Menschen hinweist: Was bleibt von mir, wenn dieser Körper stirbt? Gibt es etwas, das nicht stirbt, und wie kann ich das erkennen, so dass es in meinem Bewusstsein bleibt und ich nicht von der Angst vor dem Tod schon vor dem Übergang in einen Zustand von Unbewusstheit, in ein Koma, gezwungen werde?

" Es sind die Lebenden, die den Toten die Augen schliessen. Es sind die Toten, die den Lebenden die Augen öffnen".

Diese Worte weisen darauf hin, dass wir viel von Sterbenden für unsere kostbare Lebenszeit lernen können. Unsere Aufgabe ist es, diese Erkenntnisse vom Ende des Lebens in unser tägliches Leben zu bringen, und das ist die tatsächliche Vorbereitung auf ein bewusstes Sterben.

In der Gegenwart des Moments zu leben, nichts anzusammeln und festhalten, unsere Einzigartigkeit zu erkennen und einen kreativen Ausdruck für sie zu finden, das Göttliche unseres inneren Wesens zu erkennen und darin Frieden zu finden, uns nicht den Veränderungen des Lebens zu wiedersetzen, sondern in Hingabe zu leben, den tieferen Sinn des Lebens zu erkennen: Liebe und Mitgefühl.

>>> Schmerz kann uns viel lehren. Schmerz ist ein gegebener Teil unseres Lebens, aber psychologisches Leiden kommt vom Widerstand gegen den Schmerz.



Umfangreiche Infos über
>>Versorgung von Patienten mit Tumorschmerzen   | PDF

>> Eine CD zur Schmerzkontrolle in unserem CD-Programm

>> Die spirituelle Transformation im Sterben-
      Die Gnade im Sterben


>> Deklaration: Der todkranke Patient     | PDF

>> Buchempfehlungen zur Palliativpflege  | PDF

>> Buchempfehlungen zur Palliativmedizin | PDF

 


Impressum     ABGs

Datenschutz



 

Freiwillige Schmerzbewältigung



CD zur Schmerzkontrolle



CDs zur Sterbebegleitung


Wir werden an dieser Stelle laufend neue Informationen zur
Palliativmedizin bereitstellen.


FAZ-Gespräch mit Palliativmediziner Gian Domenico Borasio über den "Zwang zum Leben"

Wann dürfen Menschen sterben?
Viele Menschen fürchten sich davor, am Ende ihres Lebens von einer hochtechnisierten Medizin am Sterben gehindert zu werden. Ist diese Angst berechtigt?

Eine Kerze vor der Tür, das bedeutet am Zentrum für Palliativmedizin der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität, dass in dem Krankenzimmer ein Mensch stirbt. Kleine Symbole wie dieses gehören für Gian Domenico Borasio zum Versuch, in der Medizin einen neuen, sensibleren Umgang mit dem Tod zu praktizieren - und wegzukommen von einer rein künstlichen Leidensverlängerung. Seine Expertise in der Palliativmedizin macht den Neurologen zum wichtigen Ansprechpartner von Politikern, Medizinern, Juristen und Ethikern in der Kontroverse um Sterbehilfe und Patientenverfügungen. Borasio hat den Stiftungslehrstuhl für Palliativmedizin am Klinikum Großhadern inne.  Link zum Artikel