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Warum sollte die Seele mit dem Universum verschmelzen ?

Es wäre besser, wenn du gefragt hättest: "Warum sollte die Seele in Glückseligkeit zerfließen?" oder: "Warum sollte die Seele gesund werden?" oder: "Warum sollte die Seele von der Dunkelheit zum Licht streben?"

Der einzige Grund mit der Existenz zu verschmelzen ist, dass Leid und Schmerz nicht die Erfüllung des Lebens sein können. Mit andern Worten: Das Leben gibt sich nicht mit Leid zufrieden, es strebt immer nach Glück. Zu leiden bedeutet, von der Existenz getrennt zu sein. Wenn du mit dem Göttlichen eins wirst, wird das Leben reine Seligkeit. Es geht also nicht um Gott oder um das Göttliche, sondern um dein Bedürfnis, vom Leid zur Seligkeit zu gelangen, von der inneren Dunkelheit zum Licht. Aber wenn du meinst, das sei nicht nötig, dann sei mit deinem Leid zufrieden.
Aber niemand ist damit zufrieden im Unglück zu leben.

Unglücklichsein trennt dich von dir selbst, Glücklichsein bringt dich zu dir selbst zurück. Die Welt ist Unglück, das Göttliche ist Glückseligkeit. Die Notwendigkeit mit der Existenz zu verschmelzen ist keine religiöse Notwendigkeit, sondern eine fundamentale Notwendigkeit.

Es kann also sein, dass jemand zu Gott nein sagt, aber niemand wird zur Glückseligkeit nein sagen. Deshalb behaupte ich, es gibt keinen Atheist, denn nur jemand, der Glückseligkeit zurückweist, kann ein Atheist sein. Jeder Mensch auf dieser Welt ist ein Theist, in dem Sinne, dass er durstig ist nach Glück.

Es gibt zwei Arten von Theisten: den weltlichen Theisten und den spirituellen Theisten. Der eine glaubt an die welt und will das Glück in der welt finden. Der andere glaubt, dass er nur im Bereich des Spirituellen Glückseligkeit findet. Die Leute, die ihr Atheisten nennt, sind Theisten in bezug auf die Welt; sie suchen ihre Seligkeit dort. Und heute oder mor­gen, wenn sie herausfinden, dass es keine Seligkeit in der ma­teriellen welt gibt, bleibt ihnen keine andere Alternative, als neugierig auf die spirituelle Welt zu werden.

Eure Suche ist die Suche nach Glückseligkeit. Niemand sucht nach dem Göttlichen, jeder sucht nach Seligkeit. Seligkeit ist das Göttliche.

Ich nenne diesen Zustand vollkommener Seligkeit das Göttliche. Wenn du in einem Zustand vollkommener Seligkeit bist, bist du göttlich. Das bedeutet: in dem Augenblick, wo du nach nichts mehr strebst, wirst du göttlich. Solange es noch Verlangen in dir gibt, gibt es auch noch Unglück. Wenn kein Verlangen mehr da ist, dann lebst du in vollkommener Seligkeit und nur dann bist du eins mit der Existenz.

Du hast gefragt: "Warum sollte man mit dem Göttlichen eins werden?" Ich will es so ausdrücken: Es gibt ein Streben, mit dem Göttlichen eins zu sein, weil du noch nach etwas strebst. An dem Tag, wo du nach nichts mehr strebst, gibt es auch kein Verlangen mehr, mit dem Göttlichen eins zu sein ­du bist zum Göttlichen geworden.

Jeder Mensch möchte frei sein von seinem Verlangen. Er möchte frei sein von seinem Mangelgefühl und einfach nur grenzenlos und unendlich sein - nichts mehr, was er erreichen müsste. Nichts kann ihm genommen werden und nichts kann zurückgelassen werden. Diese Freiheit und Grenzenlosigkeit ist Gott. Gott bedeutet nicht, dass da oben irgendwo ein Mann sitzt, den du sehen kannst und der dich segnet, und du sitzt zu seinen Füßen und freust dich, dass du im Himmel bist. So einen Gott gibt es nirgends. Und wenn du so einen Gott suchst, lebst du in einer Illusion. Du fmdest ihn nie. Bis zum heutigen Tag hat ihn niemand gefunden.

Gott ist die höchste Seligkeit deines Bewusstseins. Gott ist keine Person, sondern eine Erfahrung. Deshalb kannst du Gott nie in dem Sinne gegenüberstehen, dass du ihn triffst oder zu ihm gehst und er vor dir steht und du ihn anschaust. Alles, was du anschauen kannst, ist eine Einbildung. Wenn alle Einbildung und alle Gedanken aus deinem Bewusstsein verschwunden sind, wird dir plötzlich bewusst, dass du ein­fach ein lebendiger Teil dieser unendlichen Welt bist, dieser Existenz, dieses Universums. Der Pulsschlag deines Herzens wird eins mit dem der ganzen Existenz. Dein Atem wird eins mit der Existenz, deine Lebenskraft schlägt im selben Rhythmus. Es gibt keine Grenzen, keine Unterschiede mehr zwi­schen dir und der Existenz. Dann weißt du: ,,aham brahmasmi, ich bin Gott". Dann erkennst du, dass das, was du für dein Ich gehalten hast, ein Bestandteil der ganzen Existenz ist.

"Ich bin die Existenz" - das nenne ich die Erfahrung des Göttlichen.
                                                                               -Osho-



 

 

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